Shanghai führt ab dem 1. Januar 2021 ein striktes Plastikverbot ein. Supermärkte, Einkaufszentren, Apotheken und Buchhandlungen dürfen dann keine Einweg-Plastiktüten mehr kostenlos oder gegen Gebühr anbieten, wie Jiemian.com am 24. Dezember berichtete. Auch die Gastronomie darf in der Stadt keine nicht abbaubaren Einweg-Plastikstrohhalme und -Geschirr oder Plastiktüten mehr für Speisen zum Mitnehmen verwenden. Für traditionelle Lebensmittelmärkte werden die Maßnahmen ab 2021 schrittweise verschärft und bis Ende 2023 auf ein vollständiges Plastiktütenverbot ausgeweitet. Darüber hinaus hat die Shanghaier Regierung Post- und Expressdienste angewiesen, bis Ende 2021 auf nicht abbaubare Plastikverpackungen zu verzichten und den Verbrauch von nicht abbaubarem Klebeband um 40 % zu reduzieren. Ab Ende 2023 ist dieses Klebeband dann verboten. Auch Hotels und Ferienwohnungen dürfen ab Ende 2023 keine Einweg-Plastikartikel mehr anbieten.

Shanghai wird in diesem Jahr, gemäß den neuen Richtlinien der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung, als eine der Provinzen und Städte landesweit ein Plastikverbot einführen. Bis Dezember dieses Jahres haben auch Peking, Hainan, Jiangsu, Yunnan, Guangdong und Henan lokale Plastikbeschränkungen erlassen und die Produktion und den Verkauf von Einwegplastikgeschirr bis Ende des Jahres verboten. Anfang dieses Monats erließen acht zentrale Behörden Richtlinien zur Beschleunigung des Einsatzes umweltfreundlicher Verpackungen im Expressversandsektor, darunter die Einführung von Zertifizierungssystemen für umweltfreundliche Verpackungsprodukte und Kennzeichnungssystemen für biologisch abbaubare Verpackungen.
Veröffentlichungsdatum: 16. Oktober 2022
