USDA und gentechnikfrei

Die PLA-Maisfaser-Teebeutel von Tonchant entsprechen den Non-GMO-Standards und verfügen über eigene Bestätigungsdokumente.

Knapp:
Laut einem Bericht des Non-GMO Project und SPINS verzeichneten Produkte mit dem Non-GMO Project-Siegel zwischen 2019 und 2021 deutlich höhere Wachstumsraten als andere Produkte. Der Absatz von Tiefkühlprodukten mit dem Non-GMO Project-Siegel stieg in den letzten zwei Jahren um 41,6 % – fast doppelt so stark wie bei Produkten ohne Gentechnik-Kennzeichnung.
Mehr als zwei Drittel der Verbraucher geben an, dass sie eher Produkte kaufen, die vom Non-GMO Project verifiziert wurden. Der Absatz von Produkten mit dem Schmetterlings-Label des Non-GMO Project ist stärker gestiegen als der von Produkten mit dem Bio-Siegel des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA). Produkte mit beiden Siegeln verzeichneten jedoch das größte Wachstum – 19,8 % innerhalb von zwei Jahren.
Die Angaben auf Produktetiketten sind für Verbraucher weiterhin wichtig, aber sie sind nicht alle gleichwertig. Frühere Studien haben gezeigt, dass das Siegel des Non-GMO Project in Bundesstaaten, die Gesetze zur Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) erwogen, zu mehr Käufen führte.

Einblick:
Verbraucher, denen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in ihren Lebensmitteln wichtig sind, achten auf das Schmetterlingssymbol des Non-GMO Project. Dieses Siegel erhalten Produkte, die strenge Richtlinien erfüllen und sicherstellen, dass keine gentechnisch veränderten oder biotechnologisch hergestellten Zutaten enthalten sind. Viele Produkte, die laut Bundesgesetz keine Kennzeichnungspflicht für biotechnologisch hergestellte Zutaten haben, sind nicht für die Non-GMO Project-Zertifizierung qualifiziert.

Diese Studie fasst die Point-of-Sale-Daten von SPINS für Naturkostläden und Filialketten für die 104 Wochen bis zum 26. Dezember 2021 zusammen. Insgesamt trug der Schmetterling des Non-GMO Project maßgeblich zum Umsatzwachstum bei.

In Bezug auf das Umsatzvolumen verzeichneten Produkte mit dem Schmetterlingssymbol, die als gentechnikfrei zertifiziert sind, ein weitaus stärkeres Wachstum als Produkte, die sich lediglich als gentechnikfrei bezeichneten oder ein entsprechendes Etikett trugen.

Beispielsweise verzeichneten Tiefkühl- und Kühlprodukte aus Fleisch, Geflügel und Meeresfrüchten mit dem Schmetterlingssymbol ein Umsatzwachstum von 52,5 %. Produkte, die lediglich als gentechnikfrei gekennzeichnet waren, legten um 40,5 % zu, und solche ohne Gentechnikfrei-Siegel um 22,2 %.

Diese Ergebnisse müssen jedoch relativiert werden. Es gibt weiterhin Wachstum bei Produkten, die sich nicht als gentechnikfrei positionieren. Da laut USDA über 90 % des US-amerikanischen Maises und Sojas aus gentechnisch veränderten Sorten stammen, erfüllen einige Produkte nicht die Kriterien für die Zertifizierung durch das Non-GMO Project.

In der Zeit, als über die Kennzeichnungsvorschriften für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) diskutiert wurde, galten schätzungsweise 75 % der Lebensmittel im Supermarkt als GVO. Diese Verteilung dürfte sich inzwischen geändert haben, da immer mehr Verbraucher Wert auf Produktkennzeichnungen und Zertifizierungen legen. Produkte großer Marken, die GVO-Zutaten enthalten, verzeichneten in den letzten zwei Jahren wahrscheinlich ebenfalls hohe Umsätze, insbesondere zu Beginn der COVID-19-Pandemie. Das prozentuale Wachstum dürfte jedoch nicht so hoch gewesen sein wie bei kleineren, gentechnikfreien Produkten mit dem Zertifikat „Non-GMO Project Verified“.

Die Studie zeigt jedoch, dass das Non-GMO Project Verified-Siegel eine wirksame Zertifizierung ist. Anfang des Jahres, als die Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten in Kraft trat, veröffentlichten Forscher der Cornell University eine Studie, die die Aussagekraft des Schmetterlingssiegels belegte.

Die Studie untersuchte die Auswirkungen einer verpflichtenden Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf das Kaufverhalten der Verbraucher am Beispiel von Vermont, wo kurzzeitig ein entsprechendes Gesetz galt. Die Forscher stellten fest, dass die verpflichtende Kennzeichnung keine nennenswerten Auswirkungen auf die Kaufentscheidungen hatte, die öffentliche Debatte über GVO-Produkte jedoch zu einem Anstieg der Verkäufe von Produkten mit dem Siegel „Non-GMO Project Verified“ führte.

Für Marken, die das Interesse der Verbraucher wecken möchten, kann das Non-GMO Project Verified-Siegel laut dieser Studie hilfreich sein. Das Schmetterlings-Siegel scheint zwar besser zu funktionieren als das Bio-Siegel des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), doch Studien zeigen, dass dies daran liegen könnte, dass Verbraucher nicht genau wissen, was „Bio“ bedeutet. Laut USDA-Vorgaben dürfen Bio-zertifizierte Produkte jedoch auch keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) enthalten. Diese Studie legt nahe, dass sich die Investition in beide Zertifizierungen lohnen kann.


Veröffentlichungsdatum: 22. Oktober 2022